Die SPÖ-Sprecherin für Erinnerungskultur, Sabine Schatz, hat in der Plenarsitzung am 8. Juli einen Antrag eingebracht, der den Innenminister auffordert, sicherzustellen, dass der Mahnstein gegen Krieg und Faschismus in Braunau vor dem Geburtshaus Adolf Hitlers bestehen bleibt.

Dass im Zuge der vom Innenminister angekündigten Neugestaltung des Hitler-Hauses in Braunau der dort von der Stadt Braunau errichtete Mahnstein in das Haus der Geschichte gebracht werden soll, ist für Schatz unverständlich: „Es hat lange gedauert, bis wir uns in Österreich zu unserer Verantwortung am größten Verbrechen der Menschheit, der Shoa, bekannt haben. Es ist vor allem dem Engagement lokaler Gedenkinitiativen zu verdanken, dass vor Ort darauf aufmerksam gemacht wird“, sagt die SPÖ-Abgeordnete. „Der Mahnstein in Braunau ist ein klares Zeichen für Frieden, Freiheit und Demokratie und gegen Faschismus. Es wäre ein fatales Zeichen, diesen dort wegzubringen!“

„Eine sogenannte ‚Neutralisierung‘ kann es nicht geben. Das würde bedeuten, Geschichte auszublenden und das dürfen wir nicht zulassen“, betont Schatz. „Deshalb muss der Mahnstein in Braunau erhalten bleiben.“

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