Mit einer bezirksweiten Verteilaktion hat die SPÖ im Bezirk Perg auf den Internationalen Frauentag am 8. März aufmerksam gemacht. „Seit mehr als 100 Jahren kämpfen wir für eine echte Gleichstellung von Männern und Frauen und wir sind stolz, dass sich schon so Vieles zum Positiven entwickelt hat“, freut sich SPÖ Frauen-Bezirksvorsitzende, Abg.z.NR Sabine Schatz. „Dennoch, auch im Jahr 2020 ist der Gehaltsunterschied massiv, die Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit noch immer aktuell wie vor 100 Jahren. Frauen verdienen in Oberösterreich im Durchschnitt 23,9 % weniger als Männer. Im Bezirk Perg ist die Gehaltsschere sogar noch größer. Hier verdienen Frauen um 27, 6 % weniger, das sind 14.033 Euro jährlich.“

Um gegen diesen Missstand vorzugehen, sind viele Maßnahmen notwendig. „Das fängt bei einem Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung und dem damit verbundenen Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen an, damit eine echte Vereinbarkeit von Beruf und Familie überhaupt erst möglich ist,“ sagt Schatz, die auf das West-Ost-Gefälle im Kinderbetreuungsangebot im Bezirk Perg aufmerksam macht.

Als wesentliche Maßnahme stellt sich für die SPÖ-Abgeordnete aber auch eine dringend notwendige Einführung eines Mindestlohns von 1.700 Euro steuerfrei  dar. „Vor allem Frauen arbeiten in Branchen, die schlecht bezahlt sind. Ein 1.700-Euro-Mindestlohn würde hier zu einer echten Aufwertung der Jobs und besseren Bezahlung führen.“

Sabine Schatz sieht in gerechter Entlohnung und ökonomischer Unabhängigkeit von Frauen den Schlüssel für viele weitere Bereiche: „Vor allem Frauen, die von Gewalt betroffen sind, brauchen ökonomische Unabhängigkeit, um aus Gewaltbeziehungen ausbrechen zu können.“

Anlässlich des Internationalen Frauentages laden die SPÖ Frauen zum Marie-Empfang am 11. März um 19.00 Uhr ins Kaolinum in Allerheiligen ein.

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