SPÖ fordert schnelles Handeln in der Pflegebedarfsermittlung

SPÖ-Abgeordnete Sabine Schatz forderte Gesundheitsminister Anschober in der Nationalratsdebatte zum Pflegegeld auf, die Pflegebedarfsermittlung zu verbessern. Ihr Fokus lag dabei auf Demenzerkrankten, deren Pflegebedarf oft zu gering eingeschätzt wird. Schatz verwies dabei auf einen Volksanwaltschaftsbericht, aus dem hervorgeht, dass Pflegebedarf durch psychische Erkrankungen in der Ermittlung nicht stark genug gewichtet werde. „Demenz schaut nicht aufs Geldbörserl. Wenn es finanziell eng wird, ist es nicht möglich Therapien, Tageszentren oder Gedächtnistraining in Anspruch zu nehmen“, führte Schatz aus.

Die Abgeordnete wies auch auf das Regierungsprogramm hin, in dem die Ausfinanzierung der Demenzstrategie angekündigt wurde. „Alles liegt auf dem Tisch, verschieben Sie bitte nicht wichtige Verbesserungen in der Pflege auf eine zukünftige Pflegereform. Für Betroffene von Demenz zählt jeder Tag“, sprach sie den Gesundheitsminister direkt an.

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