In der Nationalratsdebatte zum Bericht der Volksanwaltschaft plädierte die SPÖ-Abgeordnete Sabine Schatz für eine höhere Einstufung von psychisch und an Demenz erkrankten Personen bei der Pflegebedarfsermittlung. „Wir müssen die Kritik der Volksanwaltschaft, die Kritik der Fachkräfte, Angehörigen und Erkrankten ernstnehmen“, forderte sie und brachte einen dementsprechenden Entschließungsantrag ein, der die Anhebung des Erschwerniszustands auf das Doppelte vorsieht.

Besonders armutsgefährdete Menschen wären von der geringen Einstufung betroffen, da sie sich die Hilfsmittel selbst nicht leisten können. Würde Hilfe ausbleiben, hätte das auch oft negative Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf. Schatz vermisste auch Unterstützung für pflegende Angehörige während der Corona-Pandemie, denn die Belastung habe durch die Corona-Krise noch mehr zugenommen. „Der Bedarf an Hilfe ist da. Ich würde mich freuen, wenn Sie das auch sehen würden“, schloss Schatz.

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