In der Nationalratsdebatte zum Fristsetzungsantrag der SPÖ, in dem eine sofortige Ausfinanzierung von Gewaltschutzmaßnahmen für Frauen gefordert wird, kritisierte SPÖ-Abgeordnete Sabine Schatz die drohende Zerschlagung der Frauenhäuser in Salzburg durch die zuständige Landesrätin Andrea Klambauer (Neos): „Diese Vorgehensweise ist für uns nicht tragbar.“ Schatz sprach den Salzburger Frauenhäusern ihre Solidarität aus und bedankte sich für deren wertvolle Arbeit.

Die SPÖ-Abgeordnete machte auch auf die prekäre finanzielle Lage von Organisationen aufmerksam, die im Gewaltschutz, der Gewaltprävention, in der Frauenberatung und Mädchenarbeit tätig sind. Diese würden in großer finanzieller Unsicherheit ihre wichtige Arbeit leisten müssen. „81 Frauen wurden von 2018 bis heute durch ihren Partner, Ex-Partner oder einen nahen Bekannten oder Verwandten ermordet. Diese alarmierende Situation zeigt dringenden Handlungsbedarf und braucht rasche Finanzierung für notwendige Gewaltschutzmaßnahmen“, sagt Schatz. Der im Nationalrat 2018 beschlossene Ausbau um 100 zusätzliche Betreuungsplätze sei bis heute nicht finanziert, geschweige denn realisiert.

„Gewaltschutz darf kein reines Lippenbekenntnis sein, sondern braucht dringend die notwendige Finanzierung“, warnte Schatz. „Lassen Sie Ihren Worten Taten folgen“, forderte die SPÖ-Abgeordnete die rasche Finanzierung für den Ausbau von Gewaltschutzeinrichtungen ein. Im Sinne der gewaltbetroffenen Frauen und Kinder müsste der Gewaltschutz und die Gewaltprävention sofort ausfinanziert werden, und nicht erst in Wochen oder Monaten.

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