Drobits: Wir müssen wachsam bleiben! Intensiver Dialog mit den Volksgruppen und Verbesserungen im Bereich der Förderungen notwendig

Das Attentat von Oberwart, bei dem die vier Roma Peter Sarközi, Josef Simon, Erwin und Karl Horvath durch eine Rohrbombe getötet wurden, jährt sich heute zum 25. Mal. „Das Gedenken an die Opfer des Anschlages und deren Angehörige ist für uns Verpflichtung, mit aller Entschlossenheit gegen Rassismus und Hetze aufzutreten“, betonte Sabine Schatz, SPÖ-Sprecherin für Gedenkkultur.

„Der 5. Februar 1995 ist als dunkler Tag des Terrors in die österreichische Geschichte eingegangen, an dem vier Menschen wegen ihrer Herkunft und Volksgruppen-Zugehörigkeit ermordet wurden. Die österreichischen Roma, die erst kurz davor als österreichische Volksgruppe anerkannt worden waren, rückten schlagartig ins Licht der Öffentlichkeit. In der Zeit nach dem Attentat konnte man den Eindruck gewinnen, das Ereignis habe die Republik, insbesondere Politik und Medien, verändert. Auch die finanzielle Förderung für Bildung, Sprache und Kultur der Volksgruppen wurde eingerichtet. 25 Jahre später stellt sich die Frage, wie nachhaltig jener Ruck war, der damals durch die Gesellschaft gegangen ist. Der Stillstand der letzten Jahre gehört beendet; die Regierung ist nun am Zug“, so der burgenländische SPÖ-Abgeordnete Christian Drobits.

„Die Anschläge von Oberwart haben gezeigt, wohin Fremdenhass letztendlich führen kann. Wir müssen daher die richtigen Lehren ziehen“, so Schatz. Sie fordert daher die gesonderte Dokumentation von Rassismus gegen Roma und Sinti. „Wir müssen den Betroffenen rassistischer Straftaten in Österreich zur Seite stehen und gemeinsam gegen Hass eintreten. Wenn Menschen Rassismus und Hetze ausgesetzt sind, haben wir die Verpflichtung, entschlossen für Menschenrechte und Demokratie einzutreten“, so Schatz. Der Jahrestag solle nicht nur Anlass zum Gedenken sein, sondern auch eine Verbesserung der Situation herbeiführen, bekräftigt die SPÖ-Abgeordnete.

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