SPÖ Bezirk Perg verteilt bezirksweit Nelken zum Internationalen Frauentag

Vor 100 Jahren wurden die ersten Frauen ins Parlament gewählt, seither hat sich frauenpolitisch vieles zum Positiven verändert. „Ein Blick in die Geschichte zeigt die großen Fortschritte, die unsere Vorgängerinnen für die Frauen erreicht haben. Viele Forderungen sind bis dato dennoch unerfüllt: Gleicher Lohn, faire Arbeitsbedingungen, Halbe-Halbe bei Haushalt, Erziehung, in der Familienarbeit – für ihre Umsetzung kämpfen wir!“, sagt Bezirksfrauenvorsitzende, Abg. zum Nationalrat, Sabine Schatz.

Trotz des Aufschwungs der Wirtschaft kürzt die schwarz-blaue Regierung die Mittel für Frauenpolitik, Bildung, Soziales und Kultur. Frauen- und Familienberatungseinrichtungen bangen um ihre finanzielle Grundlage. „Bisher mussten 50 Prozent der AMS-Fördermittel für Frauen verwendet werden. Das Sozialministerium streicht diese Vorgabe“, so Schatz. 

Auch in OÖ fährt Frauen-Landesrätin Haberlander eine Doppelstrategie: Die umgesetzte Politik hat in Wahrheit nur geringen Stellenwert, ist total retro, versehen mit einem leicht modernen Touch, der aber nicht über die wahren Absichten von Schwarz-Blau hinwegtäuschen kann: dass nämlich beinhart eine konservative Zurück-an-den-Herd-Politik betrieben wird.

Frauen verdienen im Bezirk Perg um 28,6 % weniger als Männer. Das sind jährlich 14.303 Euro weniger als die männlichen Kollegen. „Darüber hinaus ist die Einführung von Gebühren für die Nachmittagsbetreuung sicher nicht dazu angetan, dass Frauen mehr als nur halbtags arbeiten gehen können, ganz im Gegenteil“, sagt Schatz.

Die Frauenbewegung war unter anderem deshalb so erfolgreich, weil sie international war. Frauenrechte müssen für alle Frauen gelten,  in Österreich und in Europa und nicht nur für „Die Oberen 10.000“. Deshalb werden Frauenrechte auch bei der EU-Wahl ein Thema sein. „Der Zugang zu Schwangerschaftsabbruch wird weltweit und auch in vielen Ländern Europas eingeschränkt. Auch bei uns ist es inzwischen so weit, dass die schwarz-blaue Regierung dieses hart umkämpfte Recht in Frage stellen will. Das werden wir nicht zulassen. Wir werden uns auf nationaler und auf EU-Ebene dafür einsetzen, dass das Selbstbestimmungsrecht der Frauen über ihren eigenen Körper gewahrt wird“, sagt Schatz abschließend.

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