„Der FPÖ-Akademikerball wird wieder ein Stelldichein für österreichische und europäische Rechtsextreme“, sagt SPÖ-Abgeordnete Sabine Schatz, erinnerungspolitische Sprecherin der SPÖ. „Ich verstehe überhaupt nicht, was das offizielle Österreich in Gestalt des FPÖ-Vizekanzlers Strache auf einem Vernetzungstreffen Rechtsextremer verloren hat, und dort auch heuer wieder das Tanzbein schwingen soll“, kritisiert Schatz. ****

Eine „besonders unappetitliche Note“ erblickt Schatz darin, dass sich auf der Veranstaltung „FPÖ-Politiker mit Gleichgesinnten feiern, während sie in der Regierung und im Parlament den kleinen Leuten die Mindestsicherung kürzen und die Notstandshilfe streichen wollen, während sie den Konzernen Steuererleichterungen andienen und die Millionen ArbeitnehmerInnen durch Sozialabbau belasten“.

Die SPÖ-Abgeordnete erinnert an das unrühmliche Who’s who der europäischen Rechtsextremen, die in den vergangenen Jahren am FPÖ-Akademikerball teilgenommen haben, darunter der wegen Volksverhetzung verurteilte NPD-Funktionär Jörg Hähnel, der Vorsitzende des belgischen Vlaams Belang Filip Dewinter, der großrussische Ideologe Alexander Dugin, der spanische Neofaschist Enrique Ravello, der ungarische Rechtsaußenpolitiker László Toroczkai, oder Mitglieder der Familie Le Pen.

Gerade vor dem Hintergrund, dass am 27. Jänner der Internationale Holocaust-Gedenktag zur Befreiung von Auschwitz-Birkenau begangen wird, hält es Schatz für „eine Schande, dass Mitglieder der österreichischen Bundesregierung zwei Tage davor mit bekannten Rechtsextremen feiern.“

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