Rund 11.000 Roma und Sinti aus Österreich wurden während des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet – Gedenkstätte ist klares Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung
Vor dem Justizministerium wird eine Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus aus den Reihen der Roma und Sinti errichtet. SPÖ-Sprecherin für Erinnerungskultur Sabine Schatz und SPÖ-Volksgruppensprecherin Pia Maria Wieninger begrüßen die Errichtung ausdrücklich: „Roma und Sinti wurden im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet. Es ist Teil unserer historischen Verantwortung, der Opfer zu gedenken.“
Rund 11.000 Roma und Sinti aus Österreich wurden während des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet, europaweit waren es etwa 500.000 Menschen. Dennoch blieb ihr Schicksal jahrzehntelang weitgehend unbeachtet. Erst viele Jahrzehnte nach 1945 setzte eine breitere Anerkennung ein, und auch der nationale Gedenktag wurde erst vor wenigen Jahren etabliert.
„Als gesetzlich anerkannte Volksgruppe sind Roma und Sinti ein selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft, deren Geschichte und Leid endlich die Sichtbarkeit bekommen müssen, die ihnen zusteht“, so Wieninger. „Die Errichtung eines Denkmals im Regierungsviertel ist daher ein wichtiger Schritt, um diese lange bestehende Lücke in der Erinnerungskultur zu schließen und ein klares Zeichen gegen das Vergessen sowie gegen Hass und Ausgrenzung zu setzen“, ergänzt Schatz.
