Startschuss für das Frauenhaus Unteres Mühlviertel


„Gewalt an Frauen ist eine der hässlichsten Seiten unserer Gesellschaft. Mit dem Startschuss zum Bau des Frauenhauses Unteres Mühlviertel setzen wir einen weiteren wesentlichen Schritt im Ausbau unseres Schutznetzes für Frauen und Kinder. Dieses neue Frauenhaus wird nicht nur Schutz bieten, sondern auch eine Brücke bauen für einen Neuanfang in Sicherheit. Wir investieren weiter in den Ausbau, damit die Betreuung von Opfern von Gewalt sichergestellt wird und zeigen: Auf Oberösterreich ist und bleibt Verlass“, betont die Frauenreferentin LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander.

„Mit der Errichtung eines Frauenhauses im Unteren Mühlviertel schaffen wir eine Schutzeinrichtung für Frauen, die von Gewalt betroffen sind und ihre Kinder in unserer Region. Damit setzen wir einen notwendigen Lückenschluss und die Möglichkeit für Frauen, aus akuten Gewaltsituationen auszubrechen sowie die notwendige Distanz und den Schutz vor den Gewalttätern. Ich freue mich wirklich, dass unsere langjährige Forderung jetzt umgesetzt wird und danke allen, die dazu beitragen und unterstützen. Der Verein Frauenhaus Mühlviertel beginnt jetzt offensiv mit dem Sammeln von Spenden, um Frauen, die zu uns kommen, den Start in ein gewaltfreies Leben zu ermöglichen und den Kindern ein kindgerechtes und freundliches Umfeld zu schaffen“, kündigt die Vereinsvorsitzende Abg.z.NR Sabine Schatz an.


Standortwahl/Vorgeschichte
Die Auswahl des neuen Standorts erfolgte nach sorgfältiger Prüfung mit dem Ziel, eine gute Erreichbarkeit und ein hohes Maß an Diskretion zu gewährleisten. Berücksichtigt wurden insbesondere die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, die Nähe zu wichtigen sozialen Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Behörden und auch Einkaufsmöglichkeiten sowie die schnelle Erreichbarkeit für alle betroffenen Frauen und deren Kinder. Ein zentrales Kriterium war zudem, dass sich die Einrichtung unauffällig in die Umgebung einfügt und nach außen nicht als Frauenhaus wahrnehmbar ist.
Neubau des Frauenhauses im Mühlviertel: Bauvorhaben, Kapazität und Beitrag zur regionalen Entlastung

Das geplante zweigeschossige Frauenhaus im Mühlviertel bietet 18 Wohnplätze, davon 6 Plätze für Frauen und 12 Plätze für Kinder und eine Nettonutzfläche von 576,07 m2. Das neue Frauenhaus wird von der GVVG unter Beiziehung der LAWOG errichtet und soll voraussichtlich Anfang 2027 fertiggestellt und eröffnet werden.
Mit der Errichtung des neuen Frauenhauses wird die regionale Versorgungsstruktur im Bereich des Gewaltschutzes gezielt und nachhaltig ausgebaut. Durch die Schaffung zusätzlicher, sicherer und geschützter Unterbringungsmöglichkeiten für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder kann dem bestehenden Bedarf noch besser entsprochen und die Versorgungssituation insgesamt weiter verbessert werden.

Betrieb durch Verein und Finanzierung durch die Abteilung Soziales
Jedes Frauenhaus wird von einem Verein betrieben. Die Trägervereine der Frauenhäuser sind von der Abteilung Soziales des Landes Oberösterreich beauftragt, Frauen und Kindern, die Gewalt im sozialen Nahraum ausgesetzt sind, Schutz und Sicherheit zu bieten. Nach seiner Fertigstellung wird das Frauenhaus im Mühlviertel vom Verein Frauenhaus Mühlviertel betrieben.
Die Abteilung Soziales des Landes Oberösterreich finanziert die Frauenhäuser zu diesem Zweck per Vereinbarung. Es werden sowohl der laufende Aufwand als auch Investitionen für die Ersatz- und Neubauten gewährt. Die Finanzierung des Baus erfolgt mittels Direktzuschuss durch die Abteilung Soziales sowie durch Darlehensfinanzierung aus Wohnbauförderungsmitteln. Die Kosten für das Frauenhaus im Mühlviertel betragen rund 1,6 Millionen Euro.