Wie eine Anfragebeantwortung des Innenministeriums an die SPÖ-Sprecherin für Erinnerungskultur, Sabine Schatz, zeigt, sind seit dem Jahr 2013 107 Fälle von Schändungen von Gedenkstätten in Österreich polizeilich bekannt geworden. Seit 1. Jänner 2013 wurde in 22 Fällen von Schändungen an der Gedenkstätte Mauthausen ermittelt.

„Die hohe Anzahl an rechtsextremen Schändungen von Gedenkstätten zeigt, dass das nicht bloß seltene Ausnahmen sind. Seit September 2018 kam es alleine in der Gedenkstätte Mauthausen zu 12 Vorfällen“, sagt Sabine Schatz. Sie erinnert in diesem Zusammenhang auch an die mehrfachen Beschmierungen der Außenmauern der Gedenkstätte Mauthausen.

Erst im Jänner 2020 wurde das niederländische Denkmal in der Gedenkstätte Mauthausen mit fünf Hakenkreuzen beschmiert. „Solche Taten sind aufs Schärfste zu verurteilen. Solche Taten sind keine Kavaliersdelikte“, so Schatz, die erneut Bewusstseinsbildung und konsequente Ermittlungsarbeit einfordert. Um zu klären, wie viele der in der Anfragebeantwortung ausgewiesenen Denkmal-Schändungen tatsächlich aufgeklärt wurden, kündigt die Abgeordnete eine Folge-Anfrage an den Innenminister an.

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