SPÖ-Abgeordnete will Informationen über Ermittlungsstand

Erschüttert ist SPÖ-Abgeordnete Sabine Schatz, Sprecherin für Gedenkkultur, über die erneute Schändung von Portraits von Holocaust-Überlebenden. Mehrere Portraitfotos der künstlerischen Installation – Erinnerungsbilder an die Opfer der NS-Gräuel auf der Wiener Ringstraße – sind in der Nacht auf Montag zerschnitten worden. Schon Tage davor waren Portraits mit Hakenkreuzen beschmiert worden. „Diese Taten sind so niederträchtig, dass einem die Worte dafür fehlen. Die Täter müssen jetzt endlich ausgeforscht werden“, fordert Schatz, die jetzt eine Parlamentarische Anfrage dazu einbringt.

„Es ist beschämend, dass so etwas in Österreich heute möglich ist“, so Schatz. Sie erwartet, dass nun alle Anstrengungen unternommen werden, um die Täter auszuforschen. In einer parlamentarischen Anfrage an den Innenminister will Schatz nun Informationen über den Stand den Ermittlungen: Gibt es Videoaufnahmen der drei Vorfälle? Wird gegen unbekannt ermittelt oder gibt es schon Verdächtige? Wenn ja, kommen die Täter aus dem rechtsextremen Umfeld? Außerdem will Schatz wissen, zu wie vielen antisemitischen Beschmierungen im öffentlichen Raum es 2018 gekommen ist und ob es Sicherheitsmaßnahmen gibt, damit die Ausstellung ohne weitere Zwischenfälle stattfinden kann.

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