SPÖ-Gedenkkultursprecherin kritisiert: Nominierung Odin Wiesingers in Kulturbeirat absolute Provokation der FPÖ

Als „absolute Provokation“ bezeichnet die SPÖ-Sprecherin für Gedenkkultur, Sabine Schatz, den FPÖ-Wunsch, einen Maler, der ob seiner Nähe zum Rechtsextremismus bereits einschlägig bekannt ist, als Mitglied des oberösterreichischen Kulturbeirates die Landesregierung in Kulturfragen beraten zu lassen. „ÖVP-Landeshauptmann Stelzer darf diese Nominierung seines Koalitionspartners FPÖ nicht einfach abnicken“, so Schatz, die vom Landeshauptmann erwartet, sich hier nicht auf das Nominierungsrecht zurück zu ziehen. „Stelzer nimmt sonst eine massive Beschädigung des Kulturlandes Oberösterreich in Kauf.“ ****

Wiesinger hat für das rechte Magazin „Info-Direkt“ und für die rechtsextreme „Aula“ Werke geliefert. Eine seiner Bildserien trägt den Namen „Endsieg“. Er besitzt eine Galerie (Gallerie d´arte Thule http://galleria.thule-italia.com/m-odin-wiesinger/?lang=de), die hauptsächlich rechte Propagandakultur zeigt.

Wiesinger war auch Aussteller auf dem rechten Kongress in Linz 2016 – dessen Medienpartner vom Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) als antisemitisch und verschwörungstheoretisch eingestuft werden. „Muss das Landesamt für Verfassungsschutz nun eigentlich die Sitzungen des Kulturbeirates überwachen?“, wundert sich Schatz abschließend. (Schluss) rm

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