Gerstorfer kritisiert Stelzer wegen Beschwichtigungsmanöver

Als „Beschwichtigungsmanöver“ bezeichnet SPÖ-Chefin Birgit Gerstorfer die Aussagen von Landeshauptmann Thomas Stelzer, wonach die selbst ernannte Bürgerwehr „Viking Security Austria“ am vergangenen Wochenende nicht in Linz patrouilliert habe.

Stelzer hatte in der gestrigen Regierungssitzung gesagt, dass eine Überwachung durch eine Sonderstreife der Polizei „keine Auffälligkeiten“ ergeben habe. Doch Fotos auf Facebook beweisen das Gegenteil. Die Bilder zeigen, wie sich die rechten Vikinger bei der PlusCity und in der Nähe des Linzer Stadions selbst in Szene setzen.

„Ich habe bereits vergangene Woche gefordert, rasch den Landessicherheitsrat einzuberufen, damit sich über Linz nicht ein braunes Gewitter zusammen braut und sich Rechtsextremisten weiter formieren. Gestern hat der Landeshauptmann auf meine Forderung reagiert und zugesagt, den Landessicherheitsrat einzuberufen“, sagt Gerstorfer.

Vergangene Woche hatte die SPÖ-Nationalratsabgeordnete Sabine Schatz die Umtriebe der rechten Bürgerwehr erstmals an die Öffentlichkeit gebracht. „Ich halte es für unerträglich, wenn Privatrambos aus einem rechtsextremen Umfeld Oberösterreich unsicher machen und Bilder dazu in den sozialen Netzwerken posten“, sagt Schatz.

Sie stellt überdies die Frage: „Hatte die Sonderstreife der Polizei keine Ahnung, wo sich die Vikings bewegen?“ Schatz fordert die Polizei zu einer Stellungnahme auf, „denn es darf nicht sein, dass Rechtsextreme in Oberösterreich marschieren und die Polizei weiß nichts davon.“

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